Sonderführung durch die Ausstellung

1. April 2014


Die Jahre vor der grossen Katastrophe des Ersten Weltkriegs sind geprägt von Wohlstand, technologischen Innovationen und Erfindungen, von der Avantgarde in der Kunst sowie vom Glauben an den anhaltenden Frieden in ganz Europa. Das Neue löste Euphorie aus, aber auch Verunsicherung und Angst.

Thematisiert werden die ökonomischen Globalisierungs- und die politischen Demokratisierungsschübe, die Relativierung alter Weltbilder durch die Physik, das Aufbrechen der Rollenbilder der Geschlechter, die Erweiterung des eigenen Erlebens durch spekulative Modelle und die Erkundung des Unbewussten durch die Psychoanalyse. Im Zentrum steht das Neue, das bei den Menschen eine kollektive Euphorie und zugleich Angst und Verunsicherung auslöste. Um die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg in ihren Facetten zeigen zu können, vereint die Ausstellung kulturhistorische Exponate aus der Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums, Handschriften von Literaten, Filme der Pioniere Georges Méliès und Gebrüder Lumière, Aufnahmen von Anonymen und bekannten Fotografen aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen, technische Apparaturen und afrikanische Skulpturen, Tonaufzeichnungen aus der Zeit und wichtige Werke der Bildenden Kunst von Pablo Picasso, Ferdinand Hodler, Egon Schiele, Gustav Klimt, Erich Kirchner, Luigi Russolo bis hin zu Raoul Dufy, Emil Nolde oder Hans Arp.